Die richtige IT-Infrastruktur als 4.0 Enabler

Die Digitalisierung im Zeichen der vierten industriellen Revolution ermöglicht Unternehmen völlig neue Möglichkeiten, Informationen zu erfassen und zum eigenen Wettbewerbsvorteil zu nutzen. Dem digitalen Produktmodell als Kern des Produktentstehungsprozesses sollte man demnach höchste Aufmerksamkeit widmen, wenn es um dessen Verfügbarkeit und Konsistenz geht. Die Basis hierzu bildet die IT-Infrastruktur, die mit Server- und Speicherworkloads das Fundament für jede wertschöpfende Tätigkeit bei Unternehmensprozessen darstellt. 

Daraus ergibt sich, dass ein reibungsloser und störungsfreier Betrieb der IT-Systeme signifikant zur Wettbewerbsfähigkeit und dem damit verbundenen Erfolg des gesamten Unternehmens beiträgt. 

 

Gezielte Auswahl der strategischen IT-Partner

Der Markt der IT-Hersteller ist mittlerweile so undurchdringlich wie das Produktportfolio der meisten Anbieter. Um aber von der scheinbar zahllosen Aneinanderreihung von Puzzleteilen zu einer funktionierenden und sicheren Gesamtlösung zu gelangen, ist die Auswahl der richtigen Komponenten von entscheidender Bedeutung. Wenn die eigenen IT-Ressourcen für solche umfangreichen Recherchen nicht ausreichen, ist die Zusammenarbeit mit einem strategischen IT-Partner unerlässlich. Einerseits kennt er die verschiedenen Herausforderungen im Zusammenhang mit Sicherheit und Verfügbarkeiten der Systeme, andererseits kann er auf ein Hersteller- und Partnernetzwerk von spezialisierten Anbietern zurückgreifen. Er kennt die Situation am Markt, beobachtet sinnvolle Innovationen und berät Unternehmen auch über die Planungs- und Projektphase hinaus. Dabei hilft er bei der Auswahl der Komponenten und erarbeitet ein ziel- und bedarfsorientiertes Gesamtkonzept.

Was aber sind konkrete Anforderungen an eine ganzheitliche IT-Lösung?

Hochverfügbarkeit

Für den Anwender ist der Anspruch an die ständige Verfügbarkeit der IT-Systeme eine Selbstverständlichkeit. Die IT muss zu jeder Zeit nutzbar sein und sollte es dennoch zu einer Unterbrechung kommen, zählt im wahrsten Sinne des Wortes jede Sekunde. So sind dann auch Systeme, die permanent und selbst im Falle eines Hard- oder Softwarefehlers ohne Unterbrechung zur Verfügung stehen, aus der Nische der teuren Exotensysteme in den Bereich der normalen, professionellen Infrastruktur gewandert - die sogenannte Hochverfügbarkeit ist überall anzutreffen.

Messbar wird Hochverfügbarkeit durch die Angabe der Zeit in Prozent, in der ein System zur Verfügung steht im Vergleich zu seiner Gesamtbetriebszeit. Das Ergebnis wird in einer Verfügbarkeitsklasse zusammengefasst. 

War der Einsatz von Infrastrukturen der Klasse 2 vor einer Dekade noch die Regel, werden heutige Infrastrukturen immer häufiger an den Verfügbarkeitsklassen 3-5 ausgerichtet. Dabei versteht sich, dass die Gesamtkosten mit jeder Klasse steigen. IT-Verantwortliche stehen damit vor der Frage, wie hochverfügbar die Systeme in der Praxis sein müssen bzw. welche Ausfallzeiten zu Gunsten der Gesamtkosten toleriert werden können. 

Ein praxisorientiertes Ergebnis ist hierbei oft ein realisiertes Szenario, bei dem die IT-Umgebung als hochverfügbare Lösung mit sogenannten Standby Komponenten ausgestattet wird. Hierbei steht eine gleichwertige Komponente bei einem Ausfall auf Abruf zur Verfügung. Unterschieden wird nach Cold- und Hot-Standby Lösungen. Bei Cold-Standby Systemen ist im Fehlerfall ein manuelles

Eingreifen notwendig, hingegen bei Hot-Standby Systemen der Ausfall keinen zusätzlichen Einsatz erforderlich macht. Generell gilt es bei beiden Varianten das Risiko eines Single-Point-of-Failure, also einer einzelnen Komponente, die zum Ausfall eines ganzen Systems führen kann, auszuschließen.

Alle folgenden Schritte sollten sich nach der Auswahl der Verfügbarkeitsklasse richten, um eine erfolgreiche Strategie zur sicheren und hochverfügbaren IT-Infrastruktur umzusetzen und langfristig eine sichere Basis für Ihre Systeme darzustellen.

Der nächste Artikel aus der Serie „IT-Infrastruktur als 4.0 Enabler“ befasst sich mit weiteren, konkreten Ansätzen zur Umsetzung und Optimierung Ihrer sicheren IT-Umgebung.