Das digitale Produktmodell in Virtual Reality

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Virtual Reality (VR) ist die Zukunftstechnologie, die im Zuge der Digitalisierung unseren Produktentstehungsprozess im Maschinen- und Anlagenbau genauso wie unseren Alltag begleiten und bereichern wird.

  • Wie weit hat sich diese Zukunftstechnologie bereits in unserem Alltag etabliert? 
  • Welche Anwendungsgebiete ergeben sich im Maschinen- und Anlagenbau? 
  • Welchen Nutzen können wir, in Bezug auf die Vermarktung, Visualisierung und Qualität unserer Produkte und Prozesse generieren?

All das sind Fragen, mit denen es sich zu beschäftigen gilt, um die innovative Innen- und Außenwirkung eines Unternehmens zu fördern und das Unternehmen selbst konkurrenzfähig zu halten. Und nun ein Satz, den Sie - wenn Sie regelmäßiger VIERNULL Blog Leser sind – schon öfter gelesen haben: Sie werden nie wieder so viel Zeit haben, sich mit dieser Art Technologie und der gesamten Thematik Industrie 4.0 und Digitalisierung zu beschäftigen, wie jetzt!

Woran VR bislang scheiterte und wo die Technologie heute Steht!

Die Idee von Virtual Reality ist nicht neu. Sie kam bereits Mitte der 90er Jahre das erste Mal auf. Damals war die Technologie aber nicht ansatzweise mit der zu vergleichen, die wir heute kennen. Die Headsets glichen Sturzhelmen, waren schwer und unangenehm zu tragen. VR war nur im Sitzen zu erleben und die Controller waren kabelgebunden, was die Bewegungsfreiheit erheblich einschränkte. Die grafische Darstellung im virtuellen Raum war unscharf und verpixelt, also absolut nicht realitätsnah.

Genau diese Faktoren ließen Virtual Reality in den 90er Jahren scheitern. Die damals eingesetzte Hardware war nicht annähernd so performant, wie die, die wir heute zu unserem Standard zählen. Das Headset und die Controller waren nicht ergonomisch nutzbar und die Kosten für das Equipment waren sehr hoch. Die schlechte Leistung und die realitätsferne Darstellung im virtuellen Raum sind zudem auf die mangelnd fortgeschrittene Digitalisierung in den 90er Jahren zurückzuführen. 

IMMERSION – EINTAUCHEN IN EINE VIRTUELLE UMGEBUNG

Immersion ist der Begriff, der mit Virtual Reality in Verbindung gebracht wird. Anders als bei Augmented Reality, wo der reale Raum für den Nutzer erhalten bleibt und nur einzelne virtuelle Elemente im Raum erscheinen, taucht der Nutzer bei VR komplett in die Virtualität ein. Das Bewusstsein für das reale Umfeld rückt dabei soweit in den Hintergrund, dass die virtuelle Realität als die reale Welt empfunden wird.

Mit dem Fortschritt der Digitalisierung und dem Resultat, dass uns Informationen immer und überall zur Verfügung stehen, kamen auch neue Chancen für Virtual Reality auf: Zum Beispiel führte Facebook 2014 Virtual Reality in seiner 10-Jahres Roadmap auf und kaufte daraufhin die Firma Oculus, die mit der Oculus Rift eine der ersten immersiven Virtual Reality Brillen in  den 90er Jahren auf den Markt brachten.

Seit 2015 entwickelt Microsoft die Hololens Mixed-Reality (MR) Brille. MR ist eine Vermischung aus Realität, Augmented Reality und Virtual Reality. Hier ist es möglich, die virtuellen Elemente über Gesten und Sprachsteuerung im Raum zu positionieren und zu bedienen, während die reale Welt immer noch vom Nutzer wahrgenommen wird.

Seit Oktober 2017 und dem Windows 10 Creators Update bietet Microsoft die Möglichkeit einer VR-Softwareplattform auf jedem, den Voraussetzungen entsprechendem, Rechner. Seither werden von Microsofts Hardwarepartnern VR-Brillen, speziell für Windows Mixed Reality, entwickelt und verkauft.

Google stieg 2016 mit Google Daydream in den VR-Markt ein. Google Daydream ist eine Android-basierte Virtual Reality-Plattform und seit 2017 für Entwickler freigegeben. Dazu wird ein Head-mounted-Display und ein Controller (Google Daydream View) mitvermarktet. Dieses kann als professionelle Weiterentwicklung, basierend auf Google Cardboard, interpretiert werden. Google Cardboard ist eine Karton-Lösung, die schon für unter 10 Euro erhältlich ist und allein durch den Zusatz eines modernen Smartphones ein immersives VR-Erlebnis liefert. Mit Google Daydream ist das Headset hochwertiger und gleicht optisch mehr den Konkurrenzsystemen. Das Besondere dabei bleibt: Google setzt weiterhin auf die Power in Smartphones, denn dieses kann ganz einfach und bequem vorne in das Headset eingelegt werden, um im Anschluss, über die entsprechenden Apps, Virtual Reality zu erleben.

Virtual Reality im Alltag

Virtual Reality begeistert uns im Alltag. In unterschiedlichsten Bereichen findet die Technologie dort Anwendung.

In der Gaming-Industrie war der Startschuss die PlayStation VR. Auf der PlayStation VR lassen sich verschiedenste Spiele aus verschiedensten Genre erleben. 

Auch in der Berichterstattung ist VR immer wieder ein Thema, zum Beispiel berichtet die ARD über „VR-Kino: Revolution der Sinne“ oder darüber, wie VR bei der Therapie gegen Demenz hilft. Andere Beispiele sind Achterbahnfahrten in Virtual Reality, wie man mit VR Traumata bewältigen kann oder Autos baut. Mit dem letzten Beispiel nähert sich die Anwendung immer weiter dem produktiven Nutzen. VW ermöglicht zum Beispiel seinen Kunden bereits, nach der Onlinekonfiguration des Wunschfahrzeuges, einen virtuellen Einblick in das Interieur zu erhalten.

Im nächsten VIERNULL Artikel der Serie "Visualisierung 4.0" werden wir uns dem Thema "Virtual Reality im Maschinen- und Anlagenbau" widmen und ergründen, welche Nutzenpotentiale bereits heute realisiert werden können!